Lyrics
released on „Gedanken wollen fliegen - Toni Geiling Kinderlieder“ 2005
- Berglied
- Gespensterstunde
- Lied vom Nebelschaf
- Wer wohnt wie, warum und wo?
- Das Geheimnis
- Frühling, Sommer, Herbst und Winter
- Lied vom Frosch
- Theobald der Drache
- Gedanken wollen fliegen
released on „Sun Apple Tree Moon Bumble Bee“ 2001
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Berglied
Dort hinten liegt ein großer Berg, da will ich hin.
Nach Bergesluft und Sonne steht mir heut’ der Sinn.
Drum schnür ich meinen Rucksack und die Schuhe zu
und sing ganz laut mein kleines Lied vom Berg dazu.
Es geht bergauf, das Wasser läuft mir von der Stirn.
Ich mach den Mund schnell zu, sonst tropft es noch ins Hirn.
Am Wegesrand steht eine Kuh und die macht Muh.
Ich sing ganz laut mein kleines Lied vom Berg dazu.
Endlich oben schau ich in das weite Tal.
Welch herrliches Gefühl - vergessen all die Qual.
Doch plötzlich fällt herab vom Himmel grünes Licht
und schwebend in der Luft ein fremdes Wesen spricht:
„Hallo, hallo, ich komme von ‘nem fremden Stern.
Sing mir noch mal das Lied vom Berg, ich mag’s so gern.“
Gespensterstunde
Die Uhr schlägt zwölf,
hört meine Kunde:
Heut’ Nacht ist Gespensterstunde!
Alle Geister, groß und klein,
feiern unterm Mondenschein.
Willst du sehn das Geistertreiben,
musst du dich nur gut verkleiden.
Such den Weg durchs Schattenland,
vielleicht bleibst du ja unerkannt.
Huhuhuhu - wir sind Geister, ich und du. Huhuhuhu - kommt doch alle mit dazu!
Seht die fixen Meeresnixen
lachend Wasser um sich spritzen,
wiegen sich zum Klang der Geigen
anmutig im Nixenreigen.
Wurz, der Wiesenwurzelwicht
leuchtet mit ‘nem Glühwurmlicht,
nimmt sich dann von dem Buffet
Kuhfladen und Spinnentee.
Huhuhuhu - wir sind Geister, ich und du. Huhuhuhu - kommt doch alle mit dazu!
Selbst die weise Waldestrude
sitzt in einer Eichenbude,
wirft mit Eckern und auch Eiern
auf die andern, die dort feiern.
Nur das alte Moorschlammmaul
liegt nur rum, ist stinkendfaul.
Wenn du mit dem Fuß reintrittst,
die Strümpfe es dir wegstibitzt.
Huhuhuhu - wir sind Geister, ich und du. Huhuhuhu - kommt doch alle mit dazu!
Die Uhr schlägt eins,
hört meine Kunde:
Vorbei ist die Gespensterstunde!
Alle Gäste gehn nach Haus
und sehn dabei sehr glücklich aus.
Huhuhuhuhu - wir sind Geister, ich und du. Heiheiheihei - warn beim Geisterspuk dabei.
Hihihihi - fürchten wollen wir uns nie. Huhuhuhu - machen unsere Äuglein zu!
Lied vom Nebelschaf
Wer wohnt dort im Nebelstreif?
Ist ein Geist so bleich wie Seif,
Augen funkeln grün hervor,
wenn du trittst durchs weiße Tor.
Dichte Schwaden hülln dich ein,
läuten zarte Glöcklein fein,
führen dich zur Nebelfrau,
Glitzerhaar von Morgentau.
Nebelfrau, die spinnt ein Garn,
spinnt es schon seit tausend Jahrn.
Geist, der wiegt sie in den Schlaf,
lautlos singt vom Nebelschaf.
Nebelschaf, das schwebt vorbei,
frisst viel Gras, dann sind es zwei;
als sie drei zählt, schläft sie ein,
träumt von Licht und Sonnenschein.
Wer wohnt wie, warum und wo?
Der Mensch, der wohnt in einem Haus.
Im Buch, da kriecht ein Wurm.
Auf einem Blatt, da sitzt die Laus.
Die Eule schläft im Turm.
Die Birke birgt den Birkenschwamm.
Das Virus liebt die Spucke.
Die Flöhe hüpfen dir vom Kamm -
Mensch, was für ein Gejucke!
Wer wohnt wie, warum und wo
in Höhle, Bude, Bungalow,
in Tipi, Schloss, im Kuchenhaus,
im Iglu und im Loch - die Maus.
Der Anton schaut vom zehnten Stock
hinaus aufs weite Land,
und Tanja aus Wladiwostok
lebt heute am Stadtrand.
Gedanken schlummern dir im Kopf,
im Herzen ruht die Seele.
Die Suppe schwimmt im Suppentopf,
im Wasser die Makrele.
Wer wohnt wie, warum und wo
in Höhle, Bude, Bungalow,
in Tipi, Schloss, im Kuchenhaus,
im Iglu und im Loch - die Maus.
Das Geheimnis
Kennst du den Turm weit hoch über den Wolken?
Der schwebt ganz frei in der Luft,
umgeben von einem heimlichen Garten,
umschmeichelt von Jasminduft.
Am Turm ist nur eine einzige Tür.
Tür an Turm, Turm an Tür, was liegt wohl dahinter?
Wer weiß, wer weiß.
Hinter dem Turm windet sich eine Treppe,
5000 Stufen hinauf.
Ganz oben ist nur ’ne weitere Türe,
mit einem grünen Türknauf.
Doch was dahinterliegt, bleibt ein Geheimnis!
Tür in Turm, Turm um Tür, was liegt wohl dahinter?
Wer weiß, wer weiß.
Vielleicht ist es ein Zimmer, ’ne Kammer, ein Saal oder ein Balkon.
Doch vielleicht ist es sogar eine Tankstelle für deinen Heißluftballon.
Möchtest du selbst das Geheimnis erkunden
und hast kein UFO zur Hand,
dann musst du einfach den Vögeln nur folgen
mit deinem Flugelefant.
So kommst auch du zu dem Turm mit der Tür.
Tür an Turm, Turm an Tür, was liegt wohl dahinter?
Wer weiß, wer weiß.
Vielleicht ist es ein Zimmer, ‘ne Kammer, ein Saal oder ein Balkon.
Doch vielleicht ist es sogar eine Tankstelle für deinen Heißluftballon.
Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Kennst du die kleine Frühlingsfee?
Vor ihr schmilzt selbst der letzte Schnee,
ihr Haus ist in ’nem alten Baum,
ihr Bett ein weicher Blütentraum.
Der Faun springt durch die Sommernacht,
wenn die Nachtigall erwacht,
tanzt er über alle Wiesen,
wo dann bunte Blumen sprießen.
Den Herbst, den ruft die Haselfrau.
Sie sammelt schon beim Morgentau
Äpfel, Nüsse und auch Beeren,
die die Kinder gern verzehren.
Der knorrig alte Winterzwerg
wohnt auf einem fernen Berg.
Von dort wirft er mit Schneekristallen,
die bei uns herunterfallen.
Winterzwerg und Haselfrau,
Frühlingsfee und Sommerfaun,
alle bringen uns etwas Neues,
Schönes, manchmal Ungeheures.
Zusammen tauchen sie das Jahr
in viele Farben wunderbar.
Unser Jahr, das hat vier Kinder:
Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Lied vom Frosch
Kam ein grüner Frosch des Wegs,
fragt mich: „Hamm Sie mal ´nen Keks?
Dann hätt’ ich heute was zu kaun
und morgen auch noch zu verdaun.
Dann hätt’ ich eine Weile Ruh,
ich schaute den Libellen zu,
dann ging es mir so richtig gut,
ich pflückt mir einen Fingerhut.“
„Den brächte ich der sumpfen Fee, die wohnt dort drüben an dem See.
Sie ist so wundersam anzuschaun, mein Herz tät ich ihr anvertraun.“
„Ach, liebster Mensch, hörn Sie mal her,
die Fliegen schmecken mir nicht mehr,
auch ess ich vegetarierisch -
Salat mag ich auf meinem Tisch.
Ob Kekse, Blumen oder Möhren,
die andern Frösche sich dran stören.
Niemand will mit mir mehr spielen,
quaken, hüpfen, rumplatschieren.“
„Nur die weise sumpfen Fee, die kocht mir gerne Kräutertee.
Und mit dem Keks, den Sie mir schenken, würd’ ich meine Sprünge lenken -
hin zu ihr, mich an sie schmiegen, mich in ihrem Schoße wiegen.“
Den Keks hatt’ ich dabei vom Bäcker,
der schmeckt gewiss besonders lecker.
Den nahm das grüne Quakemaul
und stürmt davon so schnell wie ’n Gaul.
Am Wasser hinten hört ich ihn singen,
frohlockend der Liebsten den Keks darbringen.
Sie lud ihn ein in ihr Haus am See,
bis heute schmusen die Zwei beim Tee.
Manchmal, wenn ich hab viel Ruh, dann schau auch ich Libellen zu.
Lab mich am Glück und am Frieden auf der Welt,
die dort mit nur einem kleinen Keks hergestellt.
Quak, Quak, Quak…
Sie ist so wundersam anzuschaun, mein Herz tät ich ihr anvertraun.
Lab mich am Glück und am Frieden auf der Welt,
die dort mit nur einem kleinen Keks hergestellt
Theobald der Drache
Mein Name, der ist Theobald,
ich bring dich gern zum Lachen.
Ich bin siebendtausendunddrei Jahre alt,
sehr jung für einen Drachen.
Ich helf dir immer, wo ich kann,
zünde dir ein Feuer an,
dann brat ich dir ein Spiegelei,
wenn du Hunger hast: auch zwei.
Ich trage eine goldengrüne Flügelhaut -
ich bin der schönste Drachen.
Haare an den Füßen fast wie Sauerkraut,
die mich noch hübscher machen.
Ich mache dir das Badewasser warm,
trage dich auf meinem Arm.
Wir beide fliegen bis zum Mond,
’ne Reise, die sich wirklich lohnt.
Auf der Wiese sitzen wir den ganzen Tag,
erzählen uns Geschichten.
Das ist sowieso, was ich am liebsten mag,
ich weiß viel zu berichten.
Ich helf dir immer wo ich kann,
zünde dir ein Feuer an,
dann brat ich dir ein Spiegelei,
wenn du Hunger hast: auch zwei.
All die andern Drachen sind schon lange tot,
die Köpfe abgeschlagen.
Weil man glaubte, dass viel Böses in uns wohnt,
wollt man uns verjagen.
Nur ich alleine hatte Glück,
ich kenn ’nen guten Zaubertrick,
kann klein sein wie ein Eiskristall
oder groß wie’s Weltenall.
Mein Name, der ist Theobald,
ich bin der klügste Drachen.
Bald bin ich siebendtausendundvier Jahre alt
und bring dich gern zum Lachen.
Ich helf dir immer, wo ich kann …
Magst du überhaupt Spiegeleier? Ich kann dir auch was anderes braten! Hauptsache braten. Ich bin Theobald – The – o – bald Siegfried Hortus der Dritte - und wer bist du?
Gedanken wollen fliegen
Gedanken wollen fliegen,
weit übern Tag und die Nacht hinaus,
zum Mond und zu den Sternen,
bis in die kleinste Welt der Laus.
Schließ deine Augen, träume,
schwebst über Wolken immer her und hin,
die Menschen, Häuser, Bäume
sehn aus wie kleine Waldameisen.
Denk dir ’ne Zeitmaschine,
fahr in die Zukunft, die Vergangenheit!
Wie willst du einmal leben -
alleine oder auch zu zweit?
Wie war’s im Mittelalter -
wärst du ein König, eine Königin?
Und in der fernsten Zukunft
fliegt man herum mit seinen Stühlen.
Denken, träumen, überlegen, spinnen und dann drüber reden,
unsre Fantasie kann Sachen, die die Welt viel schöner machen.
Dracula
Who bites into girls at night? who who guess who
or into boys if no girls in sight who who guess who
young or old anyone will do who now guess who
and tomorrow maybe it is you who who guess who
After twelve at night
I spread my wings out far
and I fly so high
because I’m
I’m Dracula
Who is doomed to loneliness who who guess who
that will last for centuries who who guess who
his only love has long been dead poor now guess who
and now we all fear him with dread who who guess who
After twelve at night
I spread my wings out far
and I fly so high
because I’m
I’m Dracula
It is so practical to fly
fly up in the air
it should be every ones design
but life is just unfair
After twelve at night
I spread my wings out far
and I fly so high
because I’m
I’m Dracula
who bites into girls at night who who guess who
or into boys if no girl inside who who guess who
rich or poor anyone will do who now guess who
and tomorrow maybe it is you
Wintersong
Watching grey mist gather
around our little home.
It’s cold lets light fire
and the outside will be gone.
Please come a little closer
so I can take you in my arms:
Feels so good when you near me
I’m enchanted by your charms.
You are the only one that I need.
Your laughter makes me smile.
The day you’re gone oh I will weep
but that won’t happen for a while.
Sitting for a long time
we sing we talk we touch.
Watch a seabird rising
today there is now rush.
Please come a little closer
so I can take you in my arms.
Feels so good when you near me
I’m enchanted by your charms.
You are the only one that I need.
Your laughter makes me smile.
The day you’re gone oh I will weep
but that won’t happen for a while.
See how the last flames
are slowly burning down.
The outside so silent
we are far away from town.
Please come a little closer
so I can take you in my arms.
Feels so good when you near me
I’m enchanted by your charms.
You are the only one that I need.
Your laughter makes me smile.
The day you’re gone oh I will weep
but that won’t happen for a while.
Laid Down
Laid down laid down
death took your feet off the ground
I saw you last
Just one week before you’ve passed away
glad I took you
in my arms so tight
to let you know I will be alright
Laid down laid down
death took your feet off the ground
last time you’ll fly
into light beyond that sky
Glad I took your
hands and you took mine
to let me know that you’ve had your time
laid down laid down
rest peacefully to the sound
of Nabucco’s choir
Oh crying my desire
now that we all
we all say good bye
I just sit still and I cry
Lied vom Haarausfall
Wenn ich in den Spiegel seh’
dann tut mein Herz mein Herz so weh
was für ’ne Qual der Kopf wird kahl
kämm mir das Haar zum letzten Mal
Ist es zuviel Testosteron
braucht man ’ne Haartransplantation
und mit dem guten Kräutertee
tut mir der Bauch jetzt auch noch weh
Sollt ich essen teure Pillen
oder ein kleines Löchlein drillen
füllen mit Polymeren Schaum
wie beim Plastiktannebaum
Mit dieser schönen Perücke
ein Blick in den Spiegel mich verzückte
doch fängt der Wind stark an zu brausen
muss man um die Perücke sausen
Nun wenn ich’s mir so recht beseh’
dann war mein Haar niemals sehr schön
bald isser weg der janze Dreck
dann wienre ich meinen Kopf mit Speck (Speck)
und ohne das ganze Fusselhaar
sieht man die Kopfform wunderbar
Madness
Can you hear distant calling?
Voices whispering inside your head.
Feels like you have been falling.
Would you rather bee flying instead?
Madness dribs dribbledeedrib.
Mind your step and watch out that your bare -
lovely/dirty feet don’t slip!
Have you tasted the apple
that Adam an Eve tried out first?
Was so sweet made you tremble
causing endless unbearable thirst.
You kept on trying
to stay above waterline.
Now there is no denying
trying was not enough this time
Madness dribs dribbledeedrib …
Rain was hit by a moonbeam.
Forms a ghostly round rainbow of shade.
Your hair’s full of sun cream -
well you know it is never to late.
Madness dribs dribbledeedrib …
Ruf des Wassermanns
Es geschah um fünf Uhr morgens
mitten in ’nem schönen Traum
darin flüstert ein Stimme:
„Komm zu mir zum Weidenbaum
Oh – oh - oh komm, komm zu mir!“
Sie nimmt sich ihr Lieblingskleid
und auch die roten Schuhe,
zieht hinaus durch Wald und Wiesen,
findet keine Ruhe.
„Oh – oh - oh komm, komm zu mir!“
Ach, sie wandert’ viele Jahre
hin und her durch Stadt und Land,
bis sie endlich eines Tages
jene alte Weide fand.
Wasser blitzt am Fuß des Baumes,
lockend und geheimnisvoll,
Wind, der streichelt sanft die Wellen,
flüstert, dass sie folgen soll.
„Oh – oh - oh komm, komm zu mir!“
Grün und stille war der Tümpel,
in dem sie ertrunken,
Lieblingskleid und rote Schuhe
sind mit ihr versunken.
Glitt hinab bis tief zum Grunde,
denkt noch einmal an Zuhaus.
Kam ihr Prinz, ein Wassermann,
breitet seine Arme aus.
Und er sagt „Komm, komm zu mir!“
Und sie sagt „Tanz, tanz mit mir!“
Ich sitz an dem grünen Tümpel,
kann die beiden sehen,
wie sie Arm in Arm dort unten
ihre Runden drehen.
„Oh – oh - oh komm, komm zu mir!“
„Oh – oh - oh tanz, tanz mit mir!“